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09.03.2010Neuartige Rundfunkgeräte oder...

...aber wir hören doch kein Radio über den PC!


„Hören Sie doch… Haben Sie schon mal in einer Buchhandlung ein Radio gehört? Natürlich haben wir hier PCs, aber mit Sicherheit hören wir damit kein Radio“.

 
Ja, das ist nachvollziehbar, denke ich. Und nein, mir fällt auch grade wirklich keine Situation ein, in der ein Angestellter in einer Buchhandlung Radio an der Kasse gehört hat.
Natürlich ist der PC anmelde- und gebührenpflichtig, sofern jedenfalls kein herkömmliches Gerät angemeldet ist. Herkömmliche Geräte sind Radio- und Fernsehgeräte.

 
Die Unzufriedenheit meines Gesprächspartners ist vorprogrammiert und verständlich. Ich meine, was soll ich ihm sagen? „Nehmen Sie es leicht?“ „Stellen Sie sich nicht so an?“ Das kann ich wohl kaum machen! An dieser Stelle kann ich einfach auch nicht mehr argumentieren, nur auf die Anmeldepflicht verweisen und beschwichtigend auf den Gesprächspartner einwirken (oder es jedenfalls versuchen). Von Erfolg ist der Versuch jedoch selten gekrönt. Dass es in dieser Buchhandlung kein herkömmliches Rundfunkgerät gibt, teilte mir mein Gesprächspartner bereits mit. Insofern zahlt mein Gesprächspartner tatsächlich nur für einen PC, der definitiv nicht als Radio oder Fernsehgerät genutzt wird.  Die Möglichkeit ist halt vorhanden.

 
Dies ist natürlich ein Fall unter vielen. Ausnahmen macht der Staatsvertrag hier nicht, aber es wäre auch noch komplizierter diese Ausnahmen a.) festzulegen und b.) diese zu überprüfen, geschweige denn zu verwalten. Es würde mehr Kosten verursachen und dies würde die Gesamtheit der Gebührenzahler belasten. Auch wäre dann wieder die Frage der Fairness zu stellen, denn: „Warum muss der PC in der Buchhandlung nicht angemeldet werden, aber der bei mir zuhause schon?“

 
Viele Grüße
Daniela

 

Verfasst von Daniela um 17:51Abgelegt unter Arbeitsalltag

05.03.2010"DAS LÄCHELN, DAS DU AUSSENDEST, KOMMT ZU DIR ZURÜCK." (Sprichwort)

 

Ein praktisches Beispiel auf dieses schöne Sprichwort bezogen aus meinem Arbeitsalltag. Das Telefon klingelt, ich melde mich freundlich und deutlich, eine freundliche Stimme antwortet mir. Mein „Gegenüber“ schildert das Anliegen und ich versuche zu helfen und eine Lösung anzubieten. Wir einigen uns gemeinsam auf einen Weg, beide Seiten sind froh darüber. Ein paar freundliche Worte werden getauscht, vielleicht noch über das Wetter in Bayern oder Hamburg im Vergleich zu unserem Kölner Wetter geplauscht, und beide Seiten legen zufrieden wieder auf. Schön, so ein Gespräch hinterlässt ein positives Gefühl! Ich konnte helfen, der Teilnehmer ist zufrieden und ich bin es auch.


Dann gibt’s leider auch oft die andere Variante:
ich melde mich freundlich und deutlich am Telefon, der Gegenpart ist unfreundlich, motzig, sauer und lässt das alles an mir aus. Dabei kann ich doch am wenigsten dafür, wenn in der Vergangenheit was schief gelaufen ist…. Die Gesetzeslage ist nun mal, wie sie ist, daran müssen wir uns halten. Wenn z.B. ein Befreiungsantrag abgelehnt wurde, Post nicht zugestellt wurde, der Name falsch geschrieben ist oder was sonst noch vorkommen kann – der Ärger ist verständlich! Ich versuche zu helfen, so gut und so freundlich wie möglich. Und es wäre schön, wenn man trotz der manchmal nachvollziehbaren Wut die Menschen, die hier am Telefon ihr Bestes geben, auch freundlich behandelt. Es findet sich sicher eine Lösung und das schneller und einfacher, wenn man versucht sachlich und vorurteilsfrei an die Situation zu gehen. Wir versuchen hier unsere Arbeit gut und für alle Seiten zufrieden stellend zu erledigen und wollen niemanden absichtlich ärgern. Betrachten Sie es vielleicht auch mal von der Seite :O)


In dem Sinne freue mich auf viele freundliche Telefonate und wünsche ein schönes Wochenende!


Bis zum nächsten Blog!
Vera Z.

Verfasst von Vera Z. um 11:56Abgelegt unter Arbeitsalltag

01.03.2010alles fair oder was?

Liebe Leser,

was ist eigentlich Fairness?

Ist es eine Privatangelegenheit, oder funktioniert sie auch öffentlich(rechtlich)?

Zum Thema "Grundversorgung", die mit dem Programm-Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen geregelt wird, ein paar Gedanken.

Ich möchte vorweg schicken,  dass mann diese Debatte endlos führen kann, denn jeder definiert "Grundversorgung" anders.

Der Eine kommt mit einem Sender klar, der überregionale Themen behandelt und "ein bisschen" Bildungsfernsehen macht.

Der Andere will aber in seiner Region von seinem Landesstudio mit Nachrichten, Musik, Infos und Tipps zu Theman der ganzen Bandbreite versorgt werden.

Und zum Thema "Verschlüsseln" und eine Art Pay-TV aus den ÖR´s zu machen, kann ich nur sagen, genau das geht ja zu hundert Prozent konträr zu dem eigentlichen Gedanken von der Versorgung der Öffentlichkeit, und zwar der gesamten.

Absolut richtig finde ich, darüber zu diskutieren, wie weit Grundversorgung gehen sollte, aber einige Szenarien, wie sie im Forum dargestellt werden, führen das Ganze an sich ad absurdum.

In einer Gemeinschaft gibt es, da stimmen Sie mir sicherlich zu, solidarische Leistungen, die von allen zu tragen sind, aber nicht von allen gleichermaßen in Anspruch genommen werden.

Eine sehr philosophische Debatte, die man zu diesem Thema führen kann, finde ich, und die gar nicht mehr so sehr mit Rundfunkgebühren zu tun hat, sondern grundsätzlich in Frage stellt, inwieweit das Individuum seinen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten hat.

Das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selber zu treffen hat, der Eine empfindet es als normal und sozusagen als seinen persönlichen Pflichtbeitrag, individuelle Leistungen beizusteuern, der Andere betrachtet sich womöglich gar nicht als Teil eines Staatswesens...

Beide Standpunkte sind nachvollziehbar und, wie ich finde, sie haben beide ihre Berechtigung. Schließlich leben wir ja (glücklicherweise!!) in einer Demokratie. Aber ganz ohne Regeln und Steuerung funktioniert die Sache nun mal nicht, und daher ist der Einzelbeitrag zu den Rundfunkgebühren richtig und wichtig!

 Ihre Anja

Verfasst von Anja um 11:03Abgelegt unter Forumsdiskussion

25.02.2010Wie entstehen Gebührenrückstände?

Wenn der Gerichtsvollzieher zweimal klingelt!

„Guten Tag, hier ist die GEZ in Köln. Wie kann ich Ihnen helfen?“
(Name der Person und Anliegen)
„Geben Sie mir bitte Ihre Teilnehmernummer. Ich schaue gerne für Sie nach.“
(Teilnehmernummer wird genannt, Anliegen wird weiter erläutert.)
„Nein. Vom 05.10.2008 liegt uns von Ihnen kein Schreiben vor.“

 

Ja, das kommt immer wieder vor. Verzweifelte Teilnehmer rufen mich an und teilen mir mit, dass sie sich bereits vor Jahren abgemeldet haben. Sie wundern sich über weitere Mahnungen und über Besuche vom Gerichtsvollzieher. Meist melden sich die Teilnehmer erst, nachdem der Gerichtsvollzieher vor der Tür stand.

 

Das ist ein wenig spät, werden Sie sich wahrscheinlich auch denken. Ja, und leider ist es das auch. Wenn das verloren gegangene Abmeldeschreiben nicht per Einschreiben zugesandt wurde, fehlt dem Teilnehmer jegliche Möglichkeit, dessen Zustellung zu belegen. Wir können keine rückwirkende Abmeldung durchführen, was bedeutet, dass der rückständige Betrag zu begleichen ist, auch wenn schon lange kein Rundfunkgerät mehr zum Empfang bereitgehalten wurde.

 

Deshalb mein Tipp der Woche: Lesen Sie die Briefe, die meine Kolleginnen/Kollegen und ich Ihnen schreiben. Die Dinger sind nicht nur für den Papierkorb oder den Kamin gedacht. Sicher, es sind keine Liebesbriefe und wir verteilen auch keine Rabattmarken. Aber es spart Ihnen unnötigen Ärger und vor allem auch Geld!

 

Grüße
Daniela

Verfasst von Daniela um 13:40Abgelegt unter Arbeitsalltag

Der GEZ-Mitarbeiterblog

Der Mitarbeiterblog ist unser „Tagebuch“ als GEZ-Mitarbeiter: Hier gehen wir auf aktuelle Fragen zum Thema Rundfunkgebühren ein, setzen diese in Bezug zu unserem Arbeitsalltag oder empfehlen vielleicht einfach einen neuen Fernsehfilm. Je nach Lust und Laune.

Denn darum geht es: Hier schreiben wir als Mitarbeiter, und zwar das, was wir für wichtig erachten. Ungeschnitten. Wir Blogger kommen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen und widmen uns unterschiedlichen Themen – abhängig vom jeweiligen Interessensgebiet oder aktuellen Anlässen.

Unser Ziel ist es, mit dem Blog einen Einblick hinter die Kulissen der GEZ zu gewährleisten – offen, transparent und direkt. Woran arbeiten wir, wie arbeiten wir, welche Themen beschäftigen uns in unserem Arbeitsalltag? Auf diese und ähnliche Fragen wird dieser Blog nach und nach Antworten geben. A propos Antworten: Blogging ist Dialog. Deshalb freuen wir uns auf Ihre Anregungen, Ideen und Kommentare, um den Dialog in Gang zu halten.

Wir bloggen aus Spaß an der Freude. Hinter den Blogeinträgen steht nicht die GEZ, sondern wir Mitarbeiter selbst. Wir hoffen, Sie haben ebensoviel Spaß am neuen GEZ-Mitarbeiterblog! Auf Ihre Meinungen sind wir gespannt.

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