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19.08.2010RUNDFUNKGEBÜHREN AM ZWEITWOHNSITZ

 

Noch ist in vielen deutschen Bundesländern Ferienzeit und manch einer macht sich mit seinen sieben Sachen (vielleicht sind es auch ein paar mehr) :O) auf den Weg in den Urlaub. Sei es an den Zweitwohnsitz, die Ferienwohnung, das Wochenendhaus oder man ist mit dem Wohnmobil unterwegs.


Aber HALT – da war doch was?
Ja richtig….wenn ich in ein Hotel fahre, kümmern mich die Rundfunkgebühren nicht weiter. Zu Hause ist bezahlt, das Hotel kommt auch für die Gebühren auf. Aber am Zweitwohnsitz…? Oder im Wohnwagen….? Da sollten die gesetzlichen Regelungen  beachtet werden, und zwar sehen die so aus:


Werden Rundfunkgeräte in der Zweitwohnung, der Ferienwohnung, im Wochenendhaus, im Wohnmobil oder im Wohnwagen zum Empfang bereit gehalten, so sind die Geräte anmelde- und gebührenpflichtig. Und zwar das ganze Jahr über. Auch wenn ich dort nur 2 Wochen im Jahr meine Zeit verbringe, denn die Geräte stehen ja die ganze Zeit dort zum Empfang bereit und allein dafür besteht bereits gemäß Rundfunkgebührenstaatsvertrag Gebührenpflicht.


So, wenn ich aber nun zu Hause bereits Rundfunkgebühren bezahle und für die Dauer meines (Urlaubs-)Aufenthalts ein tragbares Radio oder Fernsehgerät oder auch den PC mit Internetzugang mitnehme, sind keine zusätzlichen Rundfunkgebühren am Aufenthaltsort zu leisten.


Ist doch eigentlich ganz einfach, oder? Und wenn’s noch Fragen gibt, einfach mal anrufen, wir helfen gerne weiter.


Also in dem Sinne, schönen unbeschwerten und entspannten Urlaub mit tollem Ferienprogramm!


Viele Grüße
Vera Z.

20.07.2010RUNDFUNKGEBÜHREN IN ANDEREN LÄNDERN

heute: sonstige Länder

 

So, heute recherchiere ich noch ein letztes Mal zum Thema „Rundfunkgebühren in anderen Ländern“. Ich habe hier mal ein paar Beispiele herausgesucht.


Los geht’s mit Frankreich: In Frankreich heißt die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt „France Télévisions“ und gehört zu 100% dem französischen Staat. Bei unseren westlichen Nachbarn erfolgt der Gebühreneinzug mit der Wohnabgabe über den Steuereinzug. Die Gebühr beträgt umgerechnet ca. 116 EUR im Jahr. Interessant ist, dass Präsident Nicolas Sarkozy durchsetzte, dass ab Januar 2009 nach 20 Uhr keine Werbung mehr geschaltet wird und ab 2011 sogar komplett darauf verzichtet werden soll, was eine kontroverse Diskussion nach sich zog.
Wenn man mal einen Blick auf das Hörfunkkonzept in Frankreich wirft, so ist dies mit dem Deutschen nicht unbedingt vergleichbar. Im Nachbarland werden eher Reportagen und Beiträge als – wie bei uns - Musik favorisiert. Radiosender haben einen hohen Beliebtheitsgrad und eine hohe Frequentierung.


Italien hat mit „Radiotelevisione Italiana (RAI)“, die insgesamt 30 Fernsehsender und 12 Radiosender ihr Eigen nennt, den größten europäischen staatlichen Rundfunkkonzern. Die Gebühreneinzugszentrale ist hier die S.A.T (Sportello Abbonamenti TV). Die Gebühren können wie bei uns auch im 3-Monatsrhythmus, Halbjahresrhythmus oder Jahresrhythmus gezahlt werden. Die Jahresgebühr beträgt ca. 110 EUR. Die RAI finanziert sich neben den Gebühren zu fast 40% aus Werbeeinnahmen.
Führungsriege und Programmangebot werden kritisch beobachtet, was hier im Detail für Interessierte nachzulesen ist. In Italien gibt es übrigens eine hohe Rate (ca. 40%) an Schwarzsehern…


In Griechenland, Rumänien und Mazedonien handelt es sich bei der Rundfunkgebühr um einen Aufschlag auf die Stromrechnung, wobei die Höhe vom jeweiligen Stromverbrauch abhängig ist. Hier fallen die Gebühren dann eben auch für die unterschiedlichen Lokalitäten ggfs. einer Person an (Wohnung, Zweitwohnung, Büro etc).
Als makaberer Seitenhieb wird in Griechenland oft gespottet, dass selbst die Toten Gebühren zahlen müssen, da Friedhöfe eben auch Strom (und somit Rundfunkgebühren) zahlen…..

 
In Polen werden jährlich rund 52 EUR Rundfunkgebühren fällig. Die Gebühren können ebenfalls wie bei uns in 3-Monats-, 6-Monats- oder Jahresabständen gezahlt werden. Unterschied zu Deutschland ist jedoch, dass die Gebühren monatlich gezahlt werden können, und es bei jährlicher Vorauszahlung sogar einen Rabatt gibt. Denjenigen, die das 75. Lebensjahr erreicht haben, werden ab diesem Zeitpunkt die Rundfunkgebühren ganz erlassen.
Wenn man ein wenig in die Fernseh-Historie blickt, so stellt man fest, dass in Polen viele international bekannte Kinderfilme produziert wurden– wer kennt sie nicht, die hübschen Märchen- und Kinderfilme! Aktuell beinhaltet das polnische Fernsehprogramm gar katholische Sender. Der Jugendschutz wird im polnischen Fernsehen sehr achtsam bewacht und gekennzeichnet. Werbung ist während eines Films (ähnlich wie bei uns in ARD und ZDF ab 20 Uhr) verboten.
Auch hier gibt’s eine hohe Rate an nicht angemeldeten Geräten, im nicht privaten Bereich sind es sogar fast 98 % der Firmen, die keine Rundfunkgebühren zahlen! Das liegt daran, dass in Polen die Außendienstmitarbeiter eine Genehmigung benötigen, um Grundstücke betreten zu dürfen…..


2008 betrug die Rundfunkgebühr in der Tschechischen Republik 58,00 EUR. Hier bekommt man für sein Geld zwei 24-stündige Vollprogramme, einen Nachrichten- und einen Sportsender. Auch wenn mehrere TV Geräte in einem Haushalt vorhanden sind, fällt nur eine Gebühr an.


In Irland beträgt die Rundfunkgebührenhöhe ca. 160,00 EUR pro Jahr. Die ö.-r. Rundfunkanstalt heißt hier „Raidió Telifís Éireann“ und strahlt seit 1961 Fernsehen aus. Zuständig für den Gebühreneinzug ist die irische Post, so wie es bei uns in den Anfängen auch mal der Fall war :O)
Auch auf der grünen Insel gibt es eine Altersbegrenzung für den Gebühreneinzug: Ab dem Erreichen von 70 Jahren ist auch hier der Empfang gebührenfrei.


In Andorra, Estland, Liechtenstein, Luxemburg, Ungarn und Monaco werden übrigens keine Rundfunkgebühren erhoben, wohingegen
in Spanien, Portugal, Belgien und den Niederlanden der Gebühreneinzug in staatlicher Hand liegt.
Ein kurzer Blick noch über den großen Teich: In Nordamerika existieren insgesamt sehr wenige öffentlich-rechtliche Sender. Diese werden durch Abonnements oder Spenden finanziert.


Wer gerne selber und ausführlicher nachlesen möchte, kann dies hier tun:
oder auch hier.



Viele Grüße und eine schöne, sonnige Ferienzeit wünsche ich!
Vera Z. 

12.07.2010Aus aktuellem Anlass

In letzter Zeit häufen sich leider wieder betrügerische Anrufe im Namen der GEZ.

Ich hatte neulich eine Teilnehmerin am Telefon, die sehr aufgebracht war, da sie gerade einen Anruf erhalten hatte (mit unterdrückter Rufnummer obendrein, was ohnehin längst verboten ist). Die Anruferin gab sich als Mitarbeiterin der GEZ aus.

Man sagte ihr, sie gehöre zu den wenigen glücklichen Ausgewählten, die Werbung im Fernsehen testen dürfen und im Zuge dessen tolle Sachgeschenke erhalten. Dafür bekomme sie eine Art "Fernbedienung" mit der Post zugeschickt, mit der sie dann während der Werbeblöcke einzelne Produktwerbungen elektronisch bewerten solle.

Dafür müsse sie einmalig einen bestimmten Betrag (ich glaube, es waren so ca. 50 EUR) bezahlen, der von ihrem Konto abgebucht würde.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, diese Dreistigkeit.

Zum Glück hat diese Teilnehmerin ihre Bankdaten nicht preisgegeben und war so nett, uns sofort darüber zu informieren, damit wir aktiv werden können.

Aber leider, und das gehört zu meiner Bitte an dieser Stelle, sind nicht alle so sensibilisiert und erkennen den Betrug, sondern geben ganz brav ihre Kontoverbindung an.

Insbesondere ältere Menschen kommen oft nicht auf die Iee, dass sie gerade übers Ohr gehauen werden.

Bei Anrufen Im Namen der GEZ, bei denen es dann um irgendwelche  Gewinnspiele oder Ähnliches geht, handelt es sich immer um Anrufe in betrügerischer Absicht!

Falls also jemand etwas darüber mitbekommt, im Freundes- oder Bekanntenkreis, bitte darauf hinweisen, dass man am besten sofort die Verbraucherschutz-Zentrale informiert und auch die GEZ, damit wir gegebenenfalls aktiv werden können.

Ihre Anja

Verfasst von Anja um 16:34Abgelegt unter Aktuelle ThemenKommentare lesen/verfassen

06.07.2010Vorteil: Zuschauer

Das duale Rundfunksystem

Deutschland - Land der vielen Radio- und Fernsehsender! Als Zuschauer hat man hier die Qual der Wahl, da es eine schwer überschaubare Vielzahl an Haupt- und Spartensender gibt (private und öffentlich-rechtliche Sender zusammengezählt). Die Notwendigkeit dieser Vielfalt scheint ebenfalls begründet, denn letztlich haben alle Sender einen bestimmten Marktwert und können diesen halten. Klar, stehen einige besser da, andere werden weniger mit Aufmerksamkeit verwöhnt. Das ändert jedoch nichts daran, dass scheinbar jeder Sender sein Publikum findet... wie jeder Topf den ominösen Deckel.

 

Die meisten Leute stört es auch nicht, dass es viele private Sender gibt, jedoch wird bei den öffentlich-rechtlichen genauer hingeschaut. Ganz klar, es ist ja auch das Geld des Gebührenzahlers, das für die Programmvielfalt verwendet wird. Bei den Privaten will jeder Sender sein Stück vom Kuchen abhaben, verständlich. Aber warum so viel Programmangebot seitens der öffentlich-rechtlichen Sender? Und wieso vom Geld der Gebührenzahler? Ein Sender, auf dem nur Telekolleg und Tagesschau laufen würde, genügt doch, oder nicht?

 

Na ja, wenn man mal genauer hinschaut, verschwimmen die Grenzen plötzlich...

 

Wir haben in  Deutschland ein duales Rundfunksystem, welches sowohl die privaten Sender, als auch die öffentlich-rechtlichen Sender einschließt. Der Private Rundfunk darf ohne den öffentlich-rechtlichen Rundfunk garnicht existieren. Dies steht jedenfalls im Rundfunkstaatsvertrag. Sinn der Sache ist folgender:

 

In unserem Grundgesetz Art. 5 ist die Rundfunkfreiheit verankert. Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts kann privater Rundfunk alleine der Aufgabe, die Rundfunkfreiheit zu garantieren, nicht gerecht werden. Es bestünde die Gefahr, dass das Programm zu einseitig und beeinflußbar wäre, da es entweder auf Massen ausgerichtet sein müsse, oder durch Sponsoren finanziert werden würde. Um die Vielfalt der Programme zu gewährleisen und lanfgristig zu fördern, wurde 1986 das duale Rundfunksystem verabschiedet. Die öfffentlich-rechtlichen-Sender erfüllen den Auftrag der Grundversorgung und den der Unterhaltung und werden hauptsächlich gebührenfinanziert. Hier findet sich z.B. auch der Freiraum "Neues" zu wagen und Sendungen zu produzieren, die eine kleine Zielgruppe ansprechen. Die Privaten haben derweil keine bestimmte Aufgabe; Sie produzieren hauptsächlich für den Mainstream und widmen sich der Gewinnerzielung, während den öffentlich-rechtlichen Sendern eine Gewinnerzielung untersagt ist.

 

Das Ergebnis dieses Systems sind zwei sehr erfolgreiche Konzepte. Dies spiegelt sich in einer Programmvielfalt, die Ihresgleichen sucht. Den entscheidenen Vorteil aus diesem System kann der Zuschauer ziehen...

Der GEZ-Mitarbeiterblog

Der Mitarbeiterblog ist unser „Tagebuch“ als GEZ-Mitarbeiter: Hier gehen wir auf aktuelle Fragen zum Thema Rundfunkgebühren ein, setzen diese in Bezug zu unserem Arbeitsalltag oder empfehlen vielleicht einfach einen neuen Fernsehfilm. Je nach Lust und Laune.

Denn darum geht es: Hier schreiben wir als Mitarbeiter, und zwar das, was wir für wichtig erachten. Ungeschnitten. Wir Blogger kommen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen und widmen uns unterschiedlichen Themen – abhängig vom jeweiligen Interessensgebiet oder aktuellen Anlässen.

Unser Ziel ist es, mit dem Blog einen Einblick hinter die Kulissen der GEZ zu gewährleisten – offen, transparent und direkt. Woran arbeiten wir, wie arbeiten wir, welche Themen beschäftigen uns in unserem Arbeitsalltag? Auf diese und ähnliche Fragen wird dieser Blog nach und nach Antworten geben. A propos Antworten: Blogging ist Dialog. Deshalb freuen wir uns auf Ihre Anregungen, Ideen und Kommentare, um den Dialog in Gang zu halten.

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